

















Mitweltcoaching – Was ist das?
Ich spreche lieber von Mitwelt statt Umwelt, um bewusst zu machen, dass das, was uns umgibt, nicht einfach nur eine Kulisse ist, außerhalb von uns, in der wir uns völlig unabhängig bewegen, sondern dass wir selbst Teil dieser Welt sind – unserer Mitwelt.
Coaching meint, betreuen, beraten, begleiten, trainieren.
Im Mitweltcoaching wird aber nicht die Mitwelt gecoacht, der Coach ist keine Beraterin oder Berater, sondern eben die Mitwelt.
Bestimmt ist Ihnen schon aufgefallen, dass Sie, wenn Sie beispielsweise in der Natur spazieren gehen, ganz andere Dinge wahrnehmen und Dinge anders wahrnehmen, je nachdem, mit welchen Gedanken Sie unterwegs sind, mit welcher Stimmung und mit welchem aktuellen Erlebens- und Erfahrungshintergrund.
Es gibt mittlerweile Untersuchen dazu, dass wir den Aufenthalt in der Natur deshalb als erholsam empfinden, weil unsere Aufmerksamkeit ungerichtet und absichtslos und deshalb nicht anstrengend ist und die Natur für uns ein Gegenüber darstellt, dass von uns nichts erwartet, uns wohl aber Anregungen für alle Sinne bietet, vom Hören und Sehen über Berühren und Schmecken und Riechen, kurzum können alle Sinne angeregt werden, ohne dass jedoch von mir irgendetwas erwartet wird.
Wenn wir nun mit einer Frage oder einem Problem unterwegs sind, können wir darauf achtgeben, welche Anregungen und Antworten uns die Mitwelt darauf gibt. Dabei gehen wir weder zielgerichtet noch systematisch vor, sondern sind einfach offen und neugierig.
Verstärken können wir unser Vorgehen, indem wir das, was uns begegnet, fotografieren. Damit reißen wir Momente, Szenen und Situationen aus dem Fluss der Zeit und verewigen sie. Wir können sie später noch betrachten, können aus mehreren Bildern ein Panorama zusammenstellen und können die Bilder noch nachbearbeiten, wenn wir den Eindruck haben, dass das, was wir gesehen und gefühlt haben, auf dem Bild nicht zu sehen ist.
Vielleicht haben wir auf unserem Gang durch die Mitwelt auch gar nichts Besonderes gedacht oder gefühlt. Aber wenn wir die Fotos betrachten, drängen sich spontane Fragen auf, die uns anregen.