Zunächst habe ich für meine Enkeltochter ein Fotobuch mit Tierbildern erstellt und über jedes Tier ein kleines Gedicht geschrieben. Es sollte unterhaltsam, witzig, komisch aber auch mitunter nachdenklich stimmend sein und vor allem sollten auch die Erwachsenen beim Vorlesen Freude an den Texten haben, darüber lächeln, sich angesprochen und mitgenommen fühlen. Weiter unten gibt es eine kleine Kostprobe. Im nächsten Schritt möchte ich auch mit anderen Motiven arbeiten und nicht nur speziell Kinder und ihre Eltern ansprechen. Geben Sie mir etwas Zeit dafür und schauen Sie gelegentlich wieder vorbei, es könnte spannend und lustig werden. …

Zwar spielt der Spatz sehr gern im Schnee,
doch Kälte tut dem Schnabel weh.
Auch sind die Füße nicht geschützt,
wer weiß schon, ob ihm Schuhwerk nützt.
Ich glaub, er kann dann nicht mehr fliegen,
weil Stiefel schlichtweg zu viel wiegen.

Die Raupe frisst sehr gerne viel,
das Grünzeug weg mit Stumpf und Stiel.
Auch den Salat hat sie gefressen,
den hätten wir gern selbst gegessen.
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Wie mich der Tod im Alltag hier und da verschreckt
dann, wenn ich es am wenigsten erwarte
Ob da ein Teufel oder Engel hinter steckt?
Wo ich am Ende hingerate?
Im losen Sand die Hoffnungen versiegen
– was gehts mich an?
Angeschwemmt in grenzenloser Ewigkeit
bleib ich hier liegen – vorerst –
weil ich so, im Augenblick, nicht weitergehen kann.

Es ist noch gar nicht lange her,
da glitt das Auto über freie Straßen.
Das liebten insbesond’re jene sehr,
die in dem eindrucksvollen Schlitten saßen.
Es blitzte Chrom, der Motor brummte,
derweil der Fahrer Elvislieder summte.
Des Motors Kraft und Energie, waren stark zu spüren.
Mag sein er hatte Schiebedach, oder auch vier Türen.
Heut ist vieles schöner Schein,
er wird geschminkt und stark entrostet sein.
Wo siehst du sonst so viele
Näpfe, Dosen, Töpfchen, Tiegel?
Der Schönheit wegen allerlei Tinkturen,
überdecken Lebensspuren.

Oh Gott, wie’s scheint ist dieser Tanz,
der letzte für die arme Gans.
Und im Gesicht ist abzulesen,
die beste Zeit ist nun gewesen.
Sie schaut nach vorn und denkt zurück,
an längst vergang’nes Gänseglück.
Die Angst im Blick der Hals verdrahtet,
sodass sie auf ihr Ende wartet.
Doch in Wahrheit geht’s der Gans ganz gut,
auch wenn es anders ausseh’n tut.
Voll Neugier kam sie an den Zaun
und wollte nur mal drüber schau’n.
Sie hat noch was von ihrem Leben,
ein paar Monate würd’ ich ihr geben.
Und so wünsch ich ihr das Beste
bis zum Martins- oder Weihnachtsfeste.
Ein Foto kann, man sieht es, lügen,
doch niemals würde ich dich betrügen.

Wenn heimlich herbstes Kälte, sich in deine Knochen schleicht,
wenn du spürst, dass deine eigne Wärme nicht mehr reicht,
wenn zäh, Gedanken dich bedrängen,
Erinnerungsfetzen an Spinnwebfäden im Bewusstsein hängen,
wenn die alten Häute Risse zeigen,
Gelenke tönen wie alte Geigen,
spürst du, hast du es nicht verdrückt,
wie Vergänglichkeit in dein Gefühltes rückt.
Wenn Kanten sich verhärten oder weichen,
Körperformen neue Dimension erreichen,
wenn Luft anscheinend überall entflieht,
und selbst der nette Nachbar sieht,
vielleicht bist du ein wenig krank,
dann ist es Zeit für großen Dank.
Schau nur, wie aus dem Gehen nun ein Kommen wird,
dass wie von selbst das Alte noch gebiert!
Erlebe, welcher Raum sich weitet,
wenn die Notwendigkeit entgleitet.
Jetzt bildet sich Persönlichkeit,
jetzt bist zu allem du bereit.
Und kannst tun, was du willst.